Wenn eine Lokalität “Curly Cow” heisst, muss ich das ausprobieren. Und treffe dort die liebe Mel. Sie ist die Erste, die sich von selbst meldet, ein “Ich des Monats” zu werden. Das freut mich außerordentlich!

Sag mal, was war/ist denn deine Motivation, hier ein Blog Beitrag zu sein?

Normalerweise ist sowas überhaupt nicht mein Ding: “So richtig öffentlich in der Öffentlichkeit sein”. Ich habe mich vor gut zwei Jahren bei facebook abgemeldet und auch Instagram und Konsorten sind nicht am Start. Aber als ich deine ersten “Ich des Monats” las und sich dann auch noch eine meiner Liebsten darunter befand, bekam ich Lust darauf. Und da du ebenfalls dazu gehörst und ich dich und deine Kunst sehr schätze, mag ich gerne ein Teil davon sein.

Vielen Dank – das macht mich sehr glücklich! Was hast du denn heute hier bestellt und war es lecker?

Mmh, ja! Das Antijägerschnitzel mit Pommes und Majo/Erdnusssoße/Zwiebeln als topping.

Seit wann lebst du vegan und was bedeutet es dir?

Seit Jahren. Allerdings stelle ich persönlich das Thema nicht mehr gerne in den Vordergrund. Ich bin müde auszuführen warum, denn die Gründe sind in meinen Augen mehr als offensichtlich. Hat eine Person aufrichtiges Interesse daran, nehme ich mir gerne die Zeit für ein Gespräch.

Was fällt dir zum Thema Identität und Selbstkonzept ein?

Diese Frage, obwohl sie imgrunde das Hauptthema deines Blogs ist, beschäftigt mich am meisten und ich schiebe nun schon ein paar Tage auf sie zu beantworten. Ich bin sehr zwiegespalten was das Leben betrifft. Auf der einen Seite finde ich es sehr schwierig: es hört nie auf. Dinge, Muster, Strukturen, Emotionen, etc. wiederholen sich auf unterschiedlichen Ebenen. Sich mit sich (mir) selbst auseinander zu setzen, macht (mir) oft keine Freude. Doch die andere Seite ist ganz klar: es geht immer weiter! Und daran halte ich fest. Solange ich kann.

Einige aus deinem Freundeskreis nennen dich Mehl, anstatt Mel. Hat das was mit deinen Back-Künsten zu tun?

😀 Nein, eher nicht. “Mehl” ist erstmal schlicht und einfach eine Abwandlung meines Vornamens. Diesen Kosenamen hat mir vor mind. vierzig Jahren meine ewige Liebe verpasst und bleibt hartnäckig bestehen. Finde ich gut. Ein richtiger Punkername 😉

Wie begehst du Weihnachten und Silvester?

Erstmal feiere ich, dass damit Feiertage verbunden sind und ich nicht arbeiten muss. Ansonsten gestalte ich diese Zeit wie jede andere Freizeit auch, nämlich so wie ich will. Mit den Liebsten oder alleine, alles ist drin. Silvester ist im Grunde ein Tag auf dem eine Nacht folgt, wie immer. Denn es geht immer weiter, egal welches Datum diese oder andere 24h tragen.

Haben Rituale eine Bedeutung für dich und warum (nicht)?

Ja, schon. Ich bin kein großer Freund von Veränderungen. Obwohl ich gleichzeitig “Stillstand ist der Tod” fühle. Ich weiß, sehr kontrovers. Dennoch, ein Ritual gibt mir Kontrolle, Sicherheit und Struktur. Das brauche ich zu gewissen Teilen, um meinen Alltag zu meistern. Wird es ungeplant unterbrochen, komme ich oft nicht gut damit zurecht.

Was hast du genau jetzt in den Taschen deiner heutigen Kleidung inkl. Jacke, . . ?

Hm, ein Taschentuch, mein Mobiltelefon und meinen Autoschlüssel. Sollte der Rucksack dazu zählen, wird es eindeutig eine deutlich längere Liste, also beschließe ich eigenhändig den auszuklammern 😉

Für was würdest du niemals Schlange stehen?

Niemals ist ein starkes Wort. Darauf kann ich sagen: tickets für beispielsweise Helene Fischer. Ansonsten würde ich derzeit gar nicht so sagen, dass ich niemals für etwas Schlange stehen würde.

Gibt es ein Zitat, eine Botschaft, Spruch, Songzeile etc., die du immer und überall hinterlassen könntest?

L(i)ebe.

Was wünscht du allen Lesenden für 2019?

L(i)ebe!

Vielen Dank, liebe Mehl für deine Zeit und Offenheit!

Fotos: Melina Struwe, Witten im November 2018